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Tanz-Geschichte Nr°10: Jazz Dance (Teil 3)

Jazz Dance – zwei unscheinbare Wörter, hinter denen sich doch so viel mehr versteckt! Im Laufe der (Tanz-)Geschichte haben sich aus dem „klassischen“ Jazz Dance mehrere eigene Tanzrichtungen abgespaltet, welchen ich nun ein bisschen Aufmerksamkeit schenken möchte!


Eine weit verbreitete Tanzrichtung des Jazz Dance ist der Modern Jazz. Diese Tanzrichtung ist eine Kombination aus dem Modern Dance und dem Jazz Dance. Die zwei Tanzstile zusammen ergeben eine sehr dynamische und kraftvolle Mischung, die durch den Einfluss des Modern Dance auch teilweise sehr unkonventionell und offen in den Bewegungen ist und die klaren Strukturen des Jazz Dance aufbricht.



Eine weitere Richtung des Jazz Dance ist der Lyrical Jazz. Wie der Name schon vermuten lässt, besteht hier eine enge Verbindung zwischen der Choreografie des Tanzes und dem Text des Liedes. Bei einer gelungenen Lyrical Jazz Dance Choreografie schaffen es die Tänzer*innen, die Aussage des Liedes mit ihren Bewegungen zu vertanzen und dem Publikum die Gefühle des Songs mithilfe ihres Tanzes zu vermitteln. Bei dieser Tanzrichtung liegt also, neben dem technischen Können, das Hauptaugenmerk auf den verkörperten Emotionen der Tänzer*innen.



Die nächste Abspaltung des Jazz Dance ist der Contemporary Jazz. Auch hier ist die Basis dieser Tanzrichtung eine Kombination aus zwei Einzelnen: dem Contemporary Dance und dem Jazz Dance. Das Sprichwort „Gegensätze ziehen sich an!“ könnte wohl kaum wo besser passen als hier, denn auf den ersten Blick haben der experimentelle Contemporary Dance und der meist sehr klar in seinen Bewegungen definierte Jazz Dance nicht viel gemeinsam. Doch genau das macht den Reiz dieser Tanzrichtung aus! Aus dieser Mischung entstehen grundsätzlich sehr offene und intuitiv wirkende Choreografien mit dennoch klaren Akzenten.



Widmen wir uns nun einer etwas spezielleren Kombination: dem Funky Jazz. Choreografien dieser Tanzrichtung wirken sehr lässig und unkompliziert, sind aber nicht zu unterschätzen! Tänzer*innen des Funky Jazz müssen in den oft sehr schnellen Choreografien das vorgegebene Tempo halten, aber gleichzeitig auch mit sauber ausgeführten Bewegungen überzeugen. Generell ist der Funky Jazz mit tänzerischen Akzenten übersät, was das Publikum sofort in seinen Bann zieht. Außerdem beinhaltet der Funky Jazz oft auch Elemente des Hip Hop in den Choreografien.



Die nächste Abspaltung wird dem klassischen Jazz Dance schon wieder sehr gerecht. Im Musical Jazz beherrschen vor allem klare (Bewegungs-)Linien, eine saubere Fußarbeit sowie pointierte Akzente die Choreografien. Wie der Name schon verrät, wird diese Art des Jazz Dance oft in Musicals oder anderen Bühneninszenierungen eingebaut. Klassische Bewegungen des Musical Jazz sind die allzeit bekannten und beliebten „Jazz Hands“ sowie „Jazz Walks“.



Der letzte Tanzstil des Jazz Dance ist der Street Jazz. Diese Tanzrichtung ist dem Funky Jazz sehr nah und baut ebenfalls Hip Hop-Elemente in seinen Choreografien ein. Der klassische Jazz Dance kommt hier vorrangig durch die vielen eingebauten Akzente und sauberen Ausführung der Bewegungen zum Vorschein. Die Energie beim Tanzen ist auch hier wieder sehr dynamisch und energetisch.



Zum Schluss möchte ich allerdings noch einmal darauf hinweisen, dass die Grenzen zwischen den unterschiedlichen Tanzrichtungen nicht strikt sind und oftmals ineinander verschwimmen

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